Redewendungen aus dem Handwerk
„Klappern gehört zum Handwerk", „Jeder ist seines Glückes Schmied", „Schlitzohr" — erstaunlich viele geflügelte Worte stammen aus der Werkstatt. Hier findest du ihre Herkunft, was sie heute bedeuten und den Profi-Dreh dazu.

„Klappern gehört zum Handwerk"
Mühlen und Webstuben — hörbare Arbeit als gutes Zeichen

„Etwas im Schilde führen"
Wappen auf dem Ritterschild — die Absicht wurde ablesbar

„Aus dem Nähkästchen plaudern"
Schneiderstube — Vertrauliches am Nähtisch

„Jeder ist seines Glückes Schmied"
Schmied — der das rohe Eisen selbst formt

„Das Eisen schmieden, solange es heiß ist"
Schmiede — Metall lässt sich nur glühend formen

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen"
Zunftweg — vom Lehrling über den Gesellen zum Meister

„Nägel mit Köpfen machen"
Nagelschmied — erst der Kopf macht den Nagel brauchbar

„Alles in Butter"
Glastransport — zerbrechliche Ware in Butter eingebettet

„Wo gehobelt wird, da fallen Späne"
Tischler — Hobeln erzeugt zwangsläufig Späne

„Jemandem zeigen, wo der Hammer hängt"
Werkstatt — wer die Ordnung kennt, beherrscht den Platz

„Auf Messers Schneide stehen"
Klingenschmied/Schleifer — der hauchdünne Grat der Schneide

„Ein Schlitzohr sein"
Zunftzeichen — der Gesellen-Ohrring und das geschlitzte Ohr
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